Bit

Fachbegriffserklärung im Datenrettungslexikon

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Um eine Information von einem Bit zu speichern, wird eine physikalische Größe benötigt, die zwei Werte annehmen kann. Einem dieser Werte wird eine logische Null zugeordnet, dem anderen eine Eins. Auf einer herkömmlichen Festplatte dient die Magnetisierung der Oberfläche als Träger der Information, im Arbeitsspeicher der Ladezustand eines Kondensators. Eine Datenrettung ist häufig auch dann möglich, wenn nicht jedes einzelne Bit physikalisch rekonstruiert werden kann. So werden beispielsweise für ein Byte (entspricht acht Bit) häufig neun Bit Informationsspeicher genutzt. Das neunte Bit speichert lediglich die Information, ob die übrigen acht Bit eine gerade oder ungerade Zahl von Einsen enthalten, es wird daher auch als Parity-Bit bezeichnet. So bleibt auch bei Unlesbarkeit eines Bits immer die vollständige Information erhalten.

Häufig gelingt es auch, ein Bit aus dem Kontext zu rekonstruieren, obwohl die Information streng genommen nicht vollständig ist. So tragen beispielsweise auch einzelne Buchstaben eines Textes wenig Information und können meist aus dem Zusammenhang ergänzt werden: „Wnn ma eien Buchsaben as jdem Wrt strecht, blebt en Txt fst immr lesba„. Wer diesen Satz verstanden hat, hat im Prinzip eine für die Datenrettung oft erforderliche Bitfehlerkorrektur vorgenommen. Die Information war offenbar in diesem Fall trotz fehlender Buchstaben vollständig rekonstruierbar.

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